Kapazitat ist die Steuerungsebene hinter deiner Ticketstrategie. Sie entscheidet, wie viele Personen ins Event kommen konnen, wie viele Tickets ein bestimmter Typ verkaufen darf und wie viele Tickets ein Kaufer in eine Bestellung legen kann.
Setze Kapazitat, bevor dein Event live geht. Ohne bestehende Bestellungen ist sie leichter zu verstehen und sie reduziert manuelle Korrekturen wahrend eines hektischen Launches.
Bevor du startest
Lege zuerst dein Venue- oder Operationslimit fest. Ticketkapazitat sollte nie mehr ergeben, als dein reales Event tragen kann, ausser du nutzt bewusst geteilte Kapazitat.
Eventkapazitat wahlen
Eventkapazitat ist die Gesamtdecke. Wenn deine Venue 600 Besucher aufnehmen kann, setze diese Zahl als Hauptgrenze. So verkauft das Event nicht uber das hinaus, was Einlass, Venue oder Produktion unterstutzen konnen.
Nutze Eventkapazitat fur:
- strikte Venue-Limits;
- Raum- oder Bereichslimits;
- operative Limits fur Personal, Scanner oder Einlassspuren;
- Zeitslot-Events mit klarer Maximalzahl pro Block.
Wenn du die Eventkapazitat offen lasst, konnen Tickettypen eigene Limits haben. Das kann bei kleinen Events funktionieren, bietet aber weniger Schutz vor gesamtem Uberverkauf.
Kapazitat pro Tickettyp setzen
Tickettyp-Kapazitat begrenzt eine einzelne Stufe. Du kannst zum Beispiel VIP auf 50 Tickets, Early Bird auf 100 und Regular auf 450 begrenzen.
Das ist nutzlich, wenn der Tickettyp etwas Begrenztes darstellt:
- VIP-Zugang mit kleinerem Bereich;
- Early-Bird-Tickets mit begrenzter Aktion;
- Partner-Tickets mit festem Kontingent;
- Tisch- oder Gruppentickets, die mehrere Platze verbrauchen;
- Tagestickets fur ein mehrtagiges Event.
Wenn ein Tickettyp die volle Eventkapazitat nutzen soll, lasse seine Ticketkapazitat leer oder nutze die volle Eventkapazitat in den Ticketeinstellungen. Dann konkurriert das Ticket innerhalb des Gesamtlmits.
Tickets pro Bestellung begrenzen
Das maximale Bestelllimit steuert Kauferverhalten. Es ersetzt keine Kapazitat, verhindert aber, dass eine Bestellung zu viel einer Release nimmt.
Nutze ein Bestelllimit, wenn:
- die Nachfrage hoch ist und du faireren Zugang willst;
- ein Ticket nur in kleinen Mengen gekauft werden soll;
- du sauberere Teilnehmerdaten brauchst;
- Partner dedizierte Codes statt des offentlichen Pools nutzen sollen.
Ein offentliches Early-Bird-Ticket kann zum Beispiel 100 Tickets insgesamt und maximal 4 pro Bestellung haben. So bleibt die Release begrenzt und eine einzelne Bestellung raumt sie nicht leer.
Gruppengrosse nutzen, wenn Tickets zusammen gekauft werden mussen
Gruppengrosse unterscheidet sich vom maximalen Bestelllimit. Ein Bestelllimit sagt: "Du kannst bis zu so viele kaufen." Eine Gruppengrosse sagt: "Dieses Ticket wird in festen Sets verkauft."
Nutze feste Gruppengrossen fur:
- 4er-Freundestickets;
- Tischverkauf;
- Team-Bundles;
- Firmenausflug-Pakete.
Wenn die Gruppengrosse 5 ist, kaufen Kaufer in Vielfachen von 5. Achte darauf, dass die Kapazitat durch diese Zahl teilbar ist, sonst bleiben Resttickets schwer sauber verkaufbar.
Kapazitatsszenarien testen
Teste vor dem Launch die drei haufigsten Szenarien:
- Ein Kaufer versucht, mehr als das Bestelllimit zu kaufen.
- Ein Tickettyp erreicht seine eigene Kapazitat.
- Das Event erreicht die Gesamtkapazitat, obwohl einige Tickettypen noch verfugbar wirken.
Das Ziel ist nicht nur, Uberverkauf zu vermeiden. Kaufer sollen auch verstehen, was im Shop passiert: verfugbar, knapp, ausverkauft oder noch nicht im Verkauf.
Haufiger Fehler
Nutze Ticketkapazitat nicht als Ersatz fur Eventkapazitat. Wenn dein reales Eventlimit 600 ist, setze es zuerst auf Eventebene. Danach formst du mit Tickettyp-Limits die Mischung innerhalb dieses Gesamtlimits.
Was kommt als Nachstes
Wenn Kapazitat steht, fugst du Rabatt- oder Zugangscodes fur Zielgruppen hinzu, die nicht den offentlichen Ticketpool nutzen sollen.